Grünkohlwanderung amerikanisch:

SOBER KALE HIKING

oder auf deutsch:

Grünkohlwanderung nüchtern

 

‚Kale‘ ist laut New York Times „das Supergemüse“ überhaupt und absolut „in“ und „trendy“. Das norddeutsche Lieblingsgemüse Grünkohl erhält Kultstatus. Und noch eine Welle schwappt über den Atlantik: Sober Parties – das sind ‚Nüchterne Feiern‘, womit alkoholfreie Parties gemeint sind.

 

Die „Goethe33“ veranstaltet beides, und das seit ihrer Gründung im Jahr 1977. Grünkohl essen und alkoholfreie Gemeinschaftsveranstaltungen, gehören traditionell zum Vereinsleben. Und was bei den Soberparties offenbar eine erstaunliche Erfahrung ist: man kann wirklich Spass und Lebensfreude haben, ohne Alkohol zu konsumieren.

 

So war es auch am letzten Sonntag, den 19. Januar 2020. Die Teilnehmer der Wanderung versammelten sich in und vor der Begegnungsstätte in der Goethestraße 33. Die Temperatur war mit 3 Grad gerade richtig für eine Grünkohlwanderung. So ging es 8,6 km durch den Stadtwald, um dann Richtung Nordsteimke ans Ziel zu gelangen. Das Wetter und die Wege blieben trocken. Und auch die Teilnehmer blieben „trocken“. Ein Prinzip ist: mach Dinge, die besser sind als Deine Sucht. Das ist erfolgreicher als ständig daran zu denken, was man nicht tun will. 

 

Für Suchtkranke ist eine solche (alkoholfreie) Wanderung nicht selbstverständlich und gehört zu einer neuen Lebensqualität.

Viele sind es in ihrem nassen Leben nicht mehr gewohnt gewesen, längere Strecken zu laufen, mit anderen Menschen nüchtern zu plaudern und ohne Droge die Gemeinschaft mit anderen Menschen zu ertragen.

 

Der Gruppenfreund M. erlebte vor 30 Jahren seine erste Grünkohlwanderung. Zunächst überwog die Ablehnung. „Was soll das denn? Das habe ich nicht mal in meiner nassen Zeit mitgemacht“. Und „Wie weit ist das denn? Hast Du was von K I L O M E T E R gesagt?“ Das Wort Kilometer allein löste bereits die Vorstellung unendlicher Weite aus. Tatsächlich war es Abwehr, Selbstisolierung und die Ablehnung neuer Erfahrungen, versteckt hinter Vorurteilen … Die Freunde sagten: Mach‘ mit. Das gehört zur Genesung, denn „Trockenwerden“ allein ist nicht ausreichend. Wichtig ist, in Bewegung zu kommen, mit anderen ehrlich zu sprechen und Gemeinschaft zu erfahren wie beim Grünkohlessen. 

 

Einige Teilnehmer waren erstmals dabei und nicht jeder kennt sich im Wolfsburger Grün aus. Immer wieder blieben die Wanderer stehen, um den Wald, die Teiche zu betrachten oder etwas Neues zu entdecken wie den ‚Spechtbrunnen‘ und den ‚Svekendorper Weg‘.

 

Pünktlich um 12.30 Uhr erreichten die Wanderer den „Lindenhof“ in Nordsteimke, wo die Tische festlich eingedeckt warteten. 

 

73 Teilnehmer von ‚jung‘ bis ‚alt‘ erfreuten sich dann an dem traditionellen Essen, nachdem den anwesenden „Geburtstagskindern“ mit einem Ständchen gratuliert worden ist.  Gut gelaunt und mit wohliger Müdigkeit genossen die Teilnehmer die Rücktour und den weiteren Sonntag.

 

Die nächste Grünkohlwanderung wurde bereits wieder vorgebucht für den 17. Januar 2021.

 "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" v. 20.04.2019

Vortragsveranstaltung mit Frau Ursula Lambrou  

"Erwachsene Kinder von Alkoholikern und der Wunsch trockener Alkoholiker nach guten Beziehungen zu ihnen"

Wolfsburger Allgemeine Zeitung * Grünkohlwanderung am 20.01.2019
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